Liebe auf den zweiten Blick…

Paris. So lange stand es auf meiner Reise-Wunschliste ganz weit mit oben.
Ich habe mir vorab soviele Franzosen mit Baguettes in den Einkaufstaschen aus Papier, soviele schnurbärtige Männer in drolligen gestreiften Jacken und soviele Frauen im Audrey Hepburn Stil vorgestellt. Ich dachte die Liebe liegt unentwegt in der Luft. Ich hatte ein Panaroma schwarz-weiß Bild im Kopf, in dem ein Pärchen unter einem roten Regenschirm steht (der einzig farbige Fleck im Bild) und sich küsst. Und dann war irgendwie alles ganz anders.

Im September 2012 stand ich plötzlich in einer Großstadt, gefühlt 5x geschäftigter als Berlin es ist. Wo Liebe sein sollte war Hektik, wo rote Spaziergänger die Luft zum Knistern bringen sollten, hupten mich die Autos in die Realität.

Ich erwachte, schaute mich um und habe mich am Ende scheinbar doch noch verliebt.

Anteil daran haben nicht nur die wundervollen Wasserspeier von Notre Dame oder die leckere Zwiebelsuppe mit dem durchgesuppten Weißbrot. Anteil haben auch die wundervollen Häuserfronten, die Schaufenster voller erlesenster Pâtisserie und der einzigartige Eifelturm.

Letztgenannter und ich hatten jedoch ein wenig Startschwierigkeiten. Sein erster Anblick hat mich nicht besonders beeindruckt, schlimmer noch: ich war von ihm ein wenig enttäuscht.  Je länger ich ihn jedoch betrachtete, je schöner fand ich ihn.  Und wenn er mich nicht sofort berührt hatte, spätestens als er am Abend anfing zu glitzern (bei Dunkelheit zu jeder vollen Stunde) und mich damit total überraschte, hatte er mich gefangen. 🙂

Und so wollte ich dann auch unbedingt auf ihn hinauf und Paris von oben sehen. Eigentlich hatten wir vor Treppen zu laufen. Leider entdeckten wir zu spät, dass man das nur bis ca. 18:00 Uhr darf. Danach kommt man nur noch mit dem Fahrstuhl hinauf.

Es ist ein wirklich schönes Erlebnis, dort oben auf dem weltberühmten Turm zu stehen, zu fühlen und zu sehen, wie er sich mit dem Wind bewegt und Paris in seinem Treiben zuzuschauen.

Auf unserer Entdeckungstour durch Paris haben wir einige schöne Dinge gesehen. Zum Beispiel eine Liebeswand, zu der man ab 18 Uhr aber keinen Zugang mehr hat (jaja..in Paris scheinen ab 18 Uhr die Bürgersteine hochgeklappt und die Treppen geschlossen zu werden), modische Seifenblasen und blumige Eiskreationen.

Wir haben gelernt: wenn geschätzte 50 Pariser vor einem sehr klein scheinenden Fahrstuhl in der Metro stehen bleiben, muss es wohl seinen Grund haben. So passiert in der Metrostation Abesses, in denen wir es den mutmaßlich „faulen“ Parisern vormachen wollten und Treppen liefen. Wir wähnten uns im Vorteil, damit ziemlich viel Zeit einzusparen, da der Lift ja mehrmals fahren müsste, bei so vielen Fahrstuhlfans.  Dieser Treppenpfad jedoch glich der Unendlichkeit. Und als wir endlich oben ankamen (unter ziemlichen Gekeuche),  strömten uns die nächsten 50 Pariser fröhlich schwatzend entgegen.

Wir lernten außerdem: manchmal halten dir die Menschen Türen auf und manchmal steht man in der falschen Schlange und doch so kurz vorm eigentlichen Ziel.

Paris war definitiv anders als erwartet. Oftmals störte mich das Großstadtflair, oftmals fanden wir aber unsere ganz eigenen kleinen Momente.

Die schönsten davon festgehalten:

Advertisements

2 Antworten zu “Liebe auf den zweiten Blick…

  1. Pingback: Die Welt ist unser Spielplatz – als Geocacher auf Reise | Finding Hummingbirds·

  2. Pingback: Die Welt ist unser Spielplatz – als Geocacher auf Reise | Travel the world...·

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s